Mittwoch, 23. August 2017

Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017, Turm Aschbacherhof!



Sonntag 10. September   Tag des Offenen Denkmals 2017

10.00 bis 18.00 Uhr TURM ASCHBACHERHOF

Am diesjährigen Tag des Offenen Denkmals ist erstmals auch der Turm der ehemaligen St. Blasius-Kirche am Aschbacherhof für Besucher zugänglich.
Nach aufwändigen Instandsetzungsarbeiten in diesem Sommer soll die Möglichkeit geboten werden, dieses Baudenkmal näher anzusehen und seine Geschichte zu erfahren. Diese reicht bis in frühmittelalterliche, wahrscheinlich sogar spätrömische Zeit. Im Laufe seiner langen Geschichte hat der Turm einige Veränderungen erfahren, baulich und  ebenso in seiner Funktion.
Die Landschaft um den Turm hat sich erheblich gewandelt. Kulturlandschaft verwaldete, Land wurde abgegraben, eine Straße ausgebaut - man braucht jetzt einige Fantasie, um sich den ursprünglichen Zustand vorzustellen.
Die Kirche selbst ist nicht mehr erhalten, sie wurde aufgegeben, nachdem die umliegenden Ortschaften ihre eigenen Gotteshäuser bekommen hatten. Die Steine des Kirchenschiffes wurden Baumaterial für neue Gebäude und tun dort wohl auch heute noch ihren Dienst.
Von der Innenausstattung der Kirche scheint nichts mehr vorhanden. Doch der Taufstein der katholischen in Trippstadt war einmal der Taufstein der Aschbacher Kirche. Möglicherweise war auch das Taufbecken der evangelischen Kirche zunächst für die damals wichtige, erste reformierte Kirche der Gegend gestaltet worden.
Die 1897 gefundenen beiden Sarkophage aus dem frühen Mittelalter stehen heute im Historischen Museum der Pfalz, mit Fotos soll der Bezug zum ursprünglichen Standort hergestellt werden. Die damals gefundene Urnen einer noch früheren Brandbestattung ist leider nicht mehr erhalten.
Grabplatten aus späterer Zeit sind zu sehen, die Kirche diente wohl als Grablege für einige bedeutendere Personen aus dem feudalen Umfeld der Burgen Wilenstein und Hohenecken.

Der Turm wurde in den 1950er Jahren vom Architekten Heinz Loch aus Kaiserslautern erworben und vor dem Verfall gerettet. Seitdem ist er im Besitz der Familie und dient
als gelegentliches „Wochenendhaus“, normalerweise ist er nicht zu besichtigen.
Am Tag des Offenen Denkmals kann ein Teil des Inneren besichtigt werden.


Wir freuen uns über interessierte BesucherInnen gerade aus Trippstadt. Vielleicht gibt es ja auch noch alte Geschichten, Hinweise, Fotos, die zum Turm in einer Beziehung stehen.
Wir sind wissbegierig und für jede Information dankbar.
Wir haben z. B. kein einziges Bild vom alten Friedhof und seinem Beinhaus. Möglicherweise kann uns jemand helfen...



Fotos © Tourist Info Trippstadt
Michael Bauer gibt eine kleine Lesung!
Michael Bauer, bekannter Pfälzer Autor, wird am Tag des Offenen Denkmals, Sonntag 10.9. 2017, jeweils um 11.00 und um 15.00 am Turm der ehemaligen Kirche 
in einer kleinen Lesung seinen neuen Text Matthäuspassion vorstellen.
Die ehemalige Kirche St. Blasius war vermutlich die erste reformierte Kirche der Pfalz, 
so bietet es sich im Lutherjahr an, auch diese Denkmaleigenschaft zu würdigen. 
Mit seinem Text nimmt Bauer Bezug auf die neue religiöse Dimension, die die Reformation begründet hat.


Wiltrud Fröhlich, geb. Loch
Andreas Fröhlich

Konzert Sinfonieorchester Landkreis Kaiserslautern am 16. September 2017 im Karlstal


Trippstadter Kohlenbrennerfest am 02. und 03. September 2017


Donnerstag, 17. August 2017

Meilereinsatz am 19.08.2017




Herzliche Einladung an alle Vereine, Bürger und Gäste.
Meilereinsatz am 19.08.2017 ab 9.30 Uhr!
Erleben Sie altes Handwerk hautnah!

Vereinsring Wilensteiner Land - Trippstadt e.V.

Freitag, 11. August 2017

(S)INNE (ER)HALTEN



Ein Artikel von Hans Wagner/Ute Knieriemen-Wagner


(S)INNE (ER)HALTEN
Sinne erhalten – Inne halten
Wandern in Trippstadt

Es gibt verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen, sie hat für alle nur möglichen Fragen eine Antwort bereit. Wenn wir uns in ihr bewegen dann sollten wir nur immer wieder einmal innehalten, um zu sehen, hören und riechen, dann wird uns die Natur Antworten geben, auch auf unsere Frage nach dem Sinn des Daseins!

Während einer Wanderung durch den Trippstadter Wald wird die umgebende Natur uns dies bestätigen. Menschen von heute begegnen der  Natur anders als z.B. unsere Urgroßeltern. Sahen diese in den unendlichen Räumen des Kosmos das Himmels- und Sternenzelt, Sonne und Mond noch als Licht und Lampe eines friedvoll in sich ruhenden Erdentages und die alte Mutter Erde als fruchtbaren Boden allen Lebens, so können viele Menschen von heute diese Anschauungen oft nicht mehr nachempfinden. Und dennoch, wenn wir den Wald betreten, scheint es uns da nicht, dass mit einem Mal manches Schwere von uns fällt, dass wir Stress und Hektik plötzlich hinter uns lassen können?

Der Wald wird uns zu einem letzten Reservat eines romantischen Gefühles. Wälder öffnen nicht nur unsere Sinne, sie schenken unserem Leben auch Sinn, wir müssen nur Ausschau halten nach den „Kindern des Waldes“, den Pflanzen, Vögeln, Bäumen und Tieren. Was kann uns bei einem Waldspaziergang doch alles begegnen? Der plötzliche Ruf des Schwarzspechtes, das leise Klagen eines einsamen Vogels, im Gebüsch taucht plötzlich ein Reh auf, im Wind ächzen die Bäume. 


Fotos © Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt

Fotos © Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt



Fotos © Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt


Bäume, sie sind viel mehr, als nur eine Ansammlung von Hölzern.
Bäume und der Wald insgesamt, können ein Gleichnis sein, für das Zusammenleben von uns Menschen.
Aber Bäume sind auch Mahner in unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft, denn sie stehen außerhalb unserer Alltagshektik. Wir sollten öfter mal innehalten und das Schöpfungswerk der Natur wieder bewusster betrachten. Bäume können uns Kraft und Hoffnung geben, die Zukunft zu meistern und das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, denn aus fast keinem anderen Wesen der Natur strahlt so viel Nachhaltigkeit wie aus unserem Freund dem Baum.
Alte Baumgestalten lassen für uns Geschichte lebendig, Gegenwart wichtig, und Zukunft lebenswert erscheinen. Sie können Freunde des Menschen werden, uns viel erzählen. Uns vor allem die Natur und die Schöpfung nahe bringen.
Wir müssen nur immer wieder inne halten können, dann können wir auch teilnehmen an dem Wunder der uns umgebenden Natur, an ihrer Fülle, an ihrem Reichtum.

Der deutsche Naturphilosoph und Ethnobotaniker Gustav Schenk schrieb einmal: „Die blaue Blume der Romantik wuchs nirgendwo – aber sie lebte, wenn auch nur als Sinnbild grenzenlosen Geistes. Sie war ein Ziel das von vorneherein nicht erreicht werden konnte. Sie war Geist und Fülle einer leidenschaftlichen Sehnsucht und nicht würdiger und weiser konnte eine an das Unendliche verlorene Seele irdische Gestalt annehmen als in einer Pflanze. Sie hatte vor aller Wirklichkeit eines voraus: Ebenso wie sie nie gefunden wurde, konnte sie niemals verloren gehen – und kein Stachel des Schmerzes blieb zurück.“

Dies ist es, was wir von der großen Lehrmeisterin Natur lernen können, wenn wir bereit sind manchmal innezuhalten. Jenes Gefühl einer Wiederverzauberung mit der uns umgebenden Natur, eben: Im Leben einen Sinn erhalten. 

Fotos © Ute Knieriemen-Wagner/Tourist Info Trippstadt


Es soll Menschen geben die über das „Schweigen“ im Wald erschrecken, doch ist diese Stille des Waldes nicht gerade seine Antwort an uns?
Schon beim Eintritt in den Wald atmen wir auf und entspannen uns. Beim Wandern erleben wir zwei grundlegende Leitgedanken unseres Lebens: Weggehen und Ankommen. Wir machen uns auf um etwas Neues zu erleben, unseren Kopf freizubekommen und auch irgendwie auf die Suche nach einem Gefühl von Glück! Diese Suche ist auch etwas das unser Leben durchzieht wie ein roter Faden: die Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Glück, nach Freiheit, Geborgenheit, dem Paradies….
Der Wald kann uns einiges davon schenken, unser Kopf wird frei, denn in der Natur kann man sich frei bewegen ohne Zwang und Stress.
Hier sind wir auch befreit von den ständigen Reizen unserer modernen Welt. Alle Sinne öffnen sich für die Natur.
Der Gesang der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind, das Murmeln des Wildbaches und vieles mehr können wir bewusst aufnehmen und es trägt zu unserer Entspannung bei. „Waldbaden“ nennt man das in Japan.
Shinrin yoku“ heißt übersetzt so viel wie: „ein Bad nehmen in der Atmosphäre des Waldes“ oder kurz „Waldbaden“ und ist in Japan selbstverständlicher Teil der Gesundheitsvorsorge!
Denn ein Spaziergang im Wald ist gesund! Nachweislich wird der Blutdruck gesenkt und Stresshormone werden reduziert.
Nehmen Sie es an, dieses kostenlose Rezept von Mutter Natur und machen Sie sich auf zu einer Wanderung durch den Trippstadter Wald!


Montag, 31. Juli 2017

Schlossparkfestival 04. und 05. August 2017



Tickets gibt es bei der Tourist Info Trippstadt!

Kranz der Wälder Ausgabe August/September 2017

Aus dem Inhalt:



(S)INNE (ER)HALTEN – Der Gesang der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind, das Murmeln des Wildbaches und vieles mehr können wir während einer Wanderung bewusst aufnehmen und es trägt zu unserer Entspannung bei. „Waldbaden“ nennt man das in Japan.

Meine Freunde die Bäume – Hans Wagner schreibt über die Bedeutung der Bäume in den verschiedenen Kulturen. Ein Baum ist mehr als ein Gebilde aus Wurzel, Stamm und Ästen! In seiner eigensten Art ist jeder Baum ein Baum des Lebens!

Schlosspark Festival am 04. und 05. August 2017 – Schlager im Park und Lichterfest, kulinarische Köstlichkeiten, Lichtillumination und Höhenfeuerwerk! Zwei Tage feiern im Trippstadter Schlosspark!

Kohlenbrennerfest Trippstadt am 02. und 03. September 2017 – Jedes Jahr am ersten Wochenende im September wird die Trippstadter Hauptstraße zur Kohlen-brennerfestmeile und in der Schmiede Huber treffen sich Schmiede aus Nah und Fern um ihr altes Handwerk zu zeigen. Am Meilerplatz raucht der Kohlenmeiler, mühsam wird er Ende August errichtet und am Samstag, 02. September um 17.00 Uhr zum Start des Kohlenbrennerfestes entzündet!

Indienhilfe NALAM e.V. – Die Indienhilfe kümmert sich um junge indische Frauen der untersten Kaste („Unberührbare“). Der Verein unterstützt diese jungen Frauen dabei, eine Ausbildung als Krankenschwester und Hebamme zu absolvieren.